Was ist eine optische Kohärenztomografie (OCT)?

  1. Start
  2. Wissenwertes
  3. Was ist eine optische Kohärenztomografie (OCT)?

Viele Augenerkrankungen entwickeln sich schleichend und verursachen zunächst keine Beschwerden. Obwohl sich im Auge bereits Veränderungen bilden, bleibt das Sehvermögen oft lange erhalten. Genau deshalb ist die optische Kohärenztomografie (OCT) ein wichtiges Verfahren in der modernen augenärztlichen Diagnostik.

Mit einer Augenuntersuchung mittels OCT lassen sich feinste Veränderungen der Netzhaut erkennen – häufig noch bevor erste Beschwerden auftreten. Die optische Kohärenztomografie liefert hochauflösende Bilder des Augenhintergrundes und spielt insbesondere bei der Untersuchung der Makula sowie der Netzhaut eine wichtige Rolle.

Wie funktioniert die OCT?

Die optische Kohärenztomografie ist ein modernes bildgebendes Verfahren, das mit Licht arbeitet. Vereinfacht gesagt funktioniert sie ähnlich wie ein Ultraschall – allerdings nicht mit Schallwellen, sondern mit ungefährlichem Licht.

Das Untersuchungsgerät erstellt innerhalb weniger Sekunden tausende Einzelmessungen und setzt diese zu hochauflösenden Querschnittsbildern der Netzhaut zusammen. Dadurch können sämtliche Netzhautschichten detailliert dargestellt werden. Unsere Augenspezialist:innen erkennen so selbst kleinste Veränderungen, die mit einer herkömmlichen Untersuchung häufig noch nicht sichtbar sind.


Die Untersuchung ist:
  • berührungslos

  • schmerzfrei

  • strahlenfrei

  • innerhalb weniger Minuten abgeschlossen

Warum ist die Netzhaut so wichtig?

Die Netzhaut ist die lichtempfindliche Schicht im hinteren Bereich des Auges. Sie nimmt Lichtreize auf und leitet diese über den Sehnerv an das Gehirn weiter. Erst dort entstehen die Bilder, die wir sehen.

Im Zentrum der Netzhaut befindet sich die Makula – auch «Punkt des schärfsten Sehens» genannt. Sie ist entscheidend für das Lesen, Autofahren, das Erkennen von Gesichtern und alle Tätigkeiten, bei denen scharfes Sehen gefragt ist.

Wann wird eine OCT eingesetzt?

Eine OCT-Untersuchung wird eingesetzt, wenn Veränderungen der Netzhaut oder der Makula vermutet werden. Dank der detaillierten Darstellung lassen sich selbst kleinste Auffälligkeiten sichtbar machen. Die Untersuchung eignet sich sowohl zur Früherkennung als auch zur Verlaufskontrolle.


Eine OCT wird häufig empfohlen bei:

+ verschwommenem Sehen

+ verzerrtem Sehen

+ schwarzen Flecken oder Schatten im Blickfeld

+ Diabetes mellitus

+ erhöhtem Augeninnendruck

+ Verdacht auf eine Erkrankung der Makula

+ regelmässigen Kontrolluntersuchungen

+ Nachkontrollen nach Operationen oder Behandlungen

Auch Menschen ohne Beschwerden können unter bestimmten Voraussetzungen von einer OCT profitieren.

Welche Augenkrankheiten lassen sich erkennen?

Mit einer OCT-Untersuchung lassen sich Veränderungen im Bereich der Netzhaut früh erkennen – insbesondere an der Makula. Besonders bei Erkrankungen des zentralen Sehens liefert sie wertvolle Informationen für Diagnose und Verlaufskontrolle.

Zu den häufigsten Erkrankungen gehören:

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Die altersbedingte Makuladegeneration gehört zu den häufigsten Ursachen für Sehverschlechterungen im höheren Lebensalter. Die OCT zeigt frühe Veränderungen der Makula und unterstützt die Verlaufskontrolle.

Diabetische Netzhauterkrankung

Diabetes kann feine Blutgefässe der Netzhaut schädigen. Die OCT macht Flüssigkeitseinlagerungen und Schwellungen sichtbar, bevor sie das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigen.

Makulaödem

Beim Makulaödem sammelt sich Flüssigkeit im Bereich des schärfsten Sehens. Die OCT zeigt die Ausprägung des Ödems präzise.

Epiretinale Membran

Hier bildet sich eine feine Membran auf der Netzhaut. Betroffene sehen häufig verzerrt oder unscharf. Die OCT zeigt die Veränderungen sehr präzise.

Makulaloch

Ein Makulaloch ist eine kleine Öffnung im Zentrum der Netzhaut. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser sind häufig die Behandlungsmöglichkeiten.

Grüner Star (Glaukom)

Beim grünen Star wird der Sehnerv langsam geschädigt. Die OCT misst die Nervenfaserschicht und kann Veränderungen oftmals schon erkennen, bevor Einschränkungen im Gesichtsfeld auftreten.

Ablauf der Untersuchung

Eine OCT-Untersuchung dauert in der Regel nur wenige Minuten und ist für Patientinnen und Patienten sehr angenehm.

Der Ablauf ist unkompliziert:

  1. Sie nehmen vor dem OCT-Gerät Platz.
  2. Ihr Kopf wird bequem auf einer Stütze positioniert.
  3. Sie blicken für wenige Sekunden auf einen Lichtpunkt.
  4. Das Gerät erstellt automatisch detaillierte Aufnahmen Ihrer Netzhaut.
  5. Unsere Augenspezialist:innen besprechen die Ergebnisse direkt mit Ihnen.

Ist die OCT schmerzhaft oder gefährlich?

Nein. Die Untersuchung ist schmerzfrei und sehr gut verträglich. Da ausschliesslich Licht eingesetzt wird, entsteht keine Strahlenbelastung. Das Auge wird dabei nicht berührt. Deshalb eignet sich die OCT auch zu regelmässigen Kontrolle chronischer Augenerkrankungen.

Welche Vorteile bietet die OCT?

Die optische Kohärenztomografie (OCT) ermöglicht eine besonders präzise Beurteilung wichtiger Strukturen im Auge. Sie liefert hochauflösende Bilder der Netzhaut und ermöglicht eine sorgfältige Beurteilung der Makula sowie anderer empfindlicher Bereiche des Augenhintergrundes.

  • Hochpräzise Diagnostik

    der Netzhaut und Makula

  • Hochauflösende Bilder

    innerhalb weniger Sekunden

  • Schmerzfreie und berührungslose

    Untersuchung

  • Keine

    Strahlenbelastung

  • Exakte Verlaufskontrolle

    bei bekannten Erkrankungen

  • Bessere Grundlage

    für individuelle Therapieentscheidungen

Haben Sie noch offene Fragen?

 

Muss ich mich auf die Untersuchung vorbereiten?

In der Regel ist keine besondere Vorbereitung notwendig. Falls eine Pupillenerweiterung geplant ist, informieren wir Sie vor der Untersuchung.

Kann ich nach der OCT Auto fahren?

Wurde keine Pupillenerweiterung durchgeführt, können Sie in den meisten Fällen direkt wieder Auto fahren. Nach einer Pupillenerweiterung kann das Sehen für einige Stunden verschwommen sein. In diesem Fall sollten Sie auf das Autofahren verzichten.

Wie lange dauert eine OCT?

Für Vorbereitung, Untersuchung und Besprechung sollten Sie insgesamt etwa 15 bis 30 Minuten einplanen.

Fazit: Warum die OCT so wichtig ist

Die optische Kohärenztomografie (OCT) ist ein wichtiges Verfahren, um Netzhaut, Makula und Sehnerv präzise zu beurteilen. Sie hilft dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und den Verlauf vieler Augenerkrankungen zuverlässig zu überwachen.

Lassen Sie Ihre Augengesundheit überprüfen

Sie haben Veränderungen beim Sehen bemerkt oder möchten Ihre Netzhaut vorsorglich untersuchen lassen?

Vereinbaren Sie einen Termin bei Gutblick. Unsere erfahrenen Augenspezialist:innen beraten Sie persönlich und klären mit einer modernen OCT-Untersuchung, wie es um die Gesundheit Ihrer Augen steht.

This site is registered on wpml.org as a development site. Switch to a production site key to remove this banner.